und so lebten wir…

By goldfischmichael

Nach den erholsamen Tagen auf der Ilha do Mel sitze ich jetzt in Paranaguá neben einem herrlich blinkenden Computer (der Startknopf wechselt seine Farbe von Blau ueber Violett bis Rot, dazwischen gibt´s etwas Gruen und der Blinkrhythmus wechselt ebenfalls). Im Hintergrund pfeift ein eingesperrter Vogel und verbreitet so auch mitten in dieser (nicht sehr grossen) Stadt, wo man fuer ca. 3.30 CHF ein junges Kueken kaufen kann, ein natuerliches Ambiente. Weiter telefonieren zwei Franzoesinnen, was mich an Genf erinnert. Eigentlich warten wir nur auf den Bus von São Paulo, der uns nach Florianópolis bringen wird, hier aber erst um 16.00 Uhr faehrt. Die Zeit bis dahin verbringen wir nun halt mit dem Schreiben interessanter Sachen und mit Essen.

Und mit einer ersten Bemerkung zur portugiesischen Sprache: Nach einer Woche in Brasilien bin ich der festen Ueberzeugung, dass es sich beim Portugiesisch nur um einen Dialekt des Spanischen handelt, allerdings um einen skurilen, was die Verstaendigung zuweilen etwas lueckenhaft werden laesst. Das Problem liegt primaer in der verschiedenartigen Aussprache des ¨s¨ und des ¨o¨, sowie an den franzoesisch anmutenden Nasal-Lauten. So ist man sich nie sicher, wie man das Wort, das im Dictionnaire steht, nun aussprechen soll. Zudem variiert die Betonung auch je nach Region, was dem Ganzen das i-Puenktli verleiht. Trotzdem kommen wir ganz gut voran, Essen gab es bis jetzt noch immer und ein Dach ueber dem Kopf ebenfalls. Zuletzt loesen sich die meisten Probleme von selbst und man kann zufrieden weiterleben. Und die Brasilianer, sowie ihre Frauen, haben eine wunderbare Art, ein noch so missverstandenes Gespraech zu beenden: Dazu sage man einfach ueberzeugt ¨tudo bem!¨, mache die Faust mit nach oben gestrecktem Daumen und laechle. Funktioniert immer und wird immer angewendet.

sláinte

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