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	<title>what gm sees</title>
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		<title>Auch ich bin ein B</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 16:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Da fahren sie, die Traktoren, da strahlen sie, die Leute, da tanzen sie, die Freudigen. Ein kleines gallisches Dorf feiert sich selbst. Als aussenstehender Beobachter fragt man sich unterdessen, ob man das nun gut oder schlecht finden soll. Eine amüsante Notiz mit bitterem Beigeschmack aus der Rubrik Heimgeschichten. Jemand entscheidet, Menschen, die ein Asylgesuch gestellt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=491&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da fahren sie, die Traktoren, da strahlen sie, die Leute, da tanzen sie, die Freudigen. Ein kleines gallisches Dorf feiert sich selbst. Als aussenstehender Beobachter fragt man sich unterdessen, ob man das nun gut oder schlecht finden soll. Eine amüsante Notiz mit bitterem Beigeschmack aus der Rubrik Heimgeschichten.</p>
<p><span id="more-491"></span></p>
<p>Jemand entscheidet, Menschen, die ein Asylgesuch gestellt haben, sollen in einer Militäranlage untergebracht werden. Im Dorf, wo die ausgewählte Militäranlage steht, formiert sich derweil Widerstand. Man fühlt sich übergangen und will dem eigenen Recht Nachdruck verleihen, ein bizarres, wenn man von der Thematik abstrahieren könnte gar amüsantes, Theater nimmt seinen Lauf. Und vorläufig fällt der Vorhang nach der Veröffentlichung eines Rechtsgutachtens durch den Kanton: Vorerst kommen sie nicht in das Dorf, diese zusätzlichen Asylanten.</p>
<p>Nun, wie heute eigentlich bei allen Angelegenheiten, gibt es wie geschrieben auch in diesem Fall die juristische Seite. Man darf nur, was gesetzlich erlaubt ist und gesetzlich ist mittlerweile relativ viel geregelt und daher zumindest nur noch eingeschränkt erlaubt. Ob dieses Regulativ insgesamt zu dicht oder zu lückenhaft ist, soll an anderer Stelle diskutiert werden. Absolut notwendig und nicht antastbar ist hingegen die Grundlage, dass geschriebenes und in Kraft gesetztes Recht gilt und entsprechend eingehalten wird &#8211; von allen Parteien. Dies muss auch in diesem Fall so sein. Auch die Behörden haben sich daran zu halten.</p>
<p>Die andere Seite, die emotionale, die mit den Gefühlen, präsentiert sich logischerweise subjektiver. Bei aller Möglichkeit der subjektiven Unterwanderung eines Urteils, bleibt objektiv doch ein sehr bitterer Beigeschmack. Denn nach Betrachtung der qualitativ hochstehenden Bildsequenzen der zuständigen lokalen, kantonalen, überregionalen Zeitung muss man bezweifeln, ob es allen Beteiligten lediglich um die Überprüfung der Rechtsgrundlagen ging, weil sie etwa zu wissen schienen, dass hier juristisch nicht alles einwandfrei sein könnte. Vielmehr gewinnt der Zuschauende den Eindruck, dass das Behördenwillkür-Argument lediglich genussvoll vorgeschoben wird, um die weniger hehren Gründe nicht allzu eindeutig in den Vordergrund stellen zu müssen. Denn eigentlich kann man in diesem Land ja davon ausgehen, dass es für das Einholen und anschliessende Einreichen einer juristischen Begutachtung keines Traktorenaufmarsches, keines Transparentendschungels, keines symbolischen Flaggenhissens und keines Fackelmarsches bedarf. So liegt man wohl nicht gänzlich falsch, wenn man den Schluss zieht, dass hier einmal mehr eine Gemeinde nach dem Prinzip &#8222;not in my backyard&#8220; lebt. Dass die Asylantenzahlen steigen, ist ebenso Fakt, wie die Unmöglichkeit für einen Rechtsstaat, die Asylstellenden gleich wieder auszuweisen &#8211; und auf den Rechtsstaat möchten sich die engagierten Gemeindeverteidiger ja berufen&#8230;nur haben sie dabei vielleicht vergessen, dass dieser Rechtsstaat auch Asylanten einige Rechte einräumt, ob man das nun gut oder schlecht findet. So bleibt man leicht kopfschüttelnd und stirnenrunzelnd zurück bei der Interpretation der &#8222;Siegerreaktionen&#8220;. Wem hat dieses Kesseltreiben wirklich etwas gebracht?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/goldfischmichael.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/goldfischmichael.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/goldfischmichael.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/goldfischmichael.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/goldfischmichael.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/goldfischmichael.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/goldfischmichael.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/goldfischmichael.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/goldfischmichael.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/goldfischmichael.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/goldfischmichael.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/goldfischmichael.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/goldfischmichael.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/goldfischmichael.wordpress.com/491/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=491&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ich will an die Macht</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 15:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesratswahl 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon faszinierend, welche rhetorischen Kunstwerke unsere geehrten Politiker zu vollbringen im Stande sind. Stets bemüht, die wahren Beweggründe in blumigen Formulierungen bis zur Unkenntlichkeit zu verkleiden, geht es ihnen gleichzeitig darum, nach aufopferungsvollem Volksvertreter zu tönen und sich in der Berichterstattung der Medien &#8211; welche notabene das Spiel höflichst mitmachen &#8211; möglichst positiv [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=482&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon faszinierend, welche rhetorischen Kunstwerke unsere geehrten Politiker zu vollbringen im Stande sind. Stets bemüht, die wahren Beweggründe in blumigen Formulierungen bis zur Unkenntlichkeit zu verkleiden, geht es ihnen gleichzeitig darum, nach aufopferungsvollem Volksvertreter zu tönen und sich in der Berichterstattung der Medien &#8211; welche notabene das Spiel höflichst mitmachen &#8211; möglichst positiv ins Licht zu rücken. Die unsäglichen Diskussionen der letzten Monate und Tage rund um die Konkordanz und die Bundesratswahl zeigen jedoch klar: Es geht vor allem um Macht.</p>
<p><span id="more-482"></span></p>
<p>Was wurde nicht gerechnet und argumentiert in den letzten Monaten. Die Zauberformel wurde vorwärts und rückwärts dekliniert und konjugiert, alle denkbaren Berechnungsformeln wurden zu Rate gezogen, Forderungen aufgestellt und Schlussfolgerungen gezogen. Dann kamen die Wahlen mit einem nicht unbedingt zu erwartenden Ausgang. Als Beobachter war dann vor allem amüsant, wie die etablierten Parteien, die allesamt Wähleranteile verloren haben, ihre Niederlage uminterpretierten. Mal waren die strategischen Listenverbindungen da, um den Verlust an Wähleranteilen mit Sitzgewinnen im Parlament zu kompensieren, mal war man einfach froh, nicht noch mehr verloren zu haben, mal gestand man zwar die Niederlage ein, um gleich darauf jedoch die vor den Wahlen gesetzten Ziele zu verwässern oder auf die lange Bank zu verlegen. Kurz, die vier Etablierten hatten nicht verloren, sondern sind die eigentlichen Gewinner. Alles eine Sache dest Standpunktes.</p>
<p>Ebenso schöne Kapriolen und Pirouetten machten die Volksvertretenden dann im Hinblick auf die Bundesratswahlen vom nächsten Mittwoch. Es sind rechnerische und argumentatorische Höchstleistungen, die erbracht wurden und in den nächsten Tagen wohl noch erbracht werden. Sieben Sitze geteilt durch vier Parteien &#8211; so haben wir in der Schule gelernt &#8211; geht nicht auf, es ergibt sich ein Rest. Nimmt man dann noch eine fünfte Partei hinzu, deren Anspruch auf einen Sitz Im Bundesrat unterschiedlich kommentiert werden kann, erhält man eine komplizierte mathematische Gleichung mit allzu vielen, frei verwendbaren, Variablen. Rechen- und Interpretationsarbeit, die alle Parteivorstehenden hervorragend erledigt haben.</p>
<p>Der Höhepunkt dieses an sich schon reizvollen Vorganges spielt sich nun nur eine Woche vor der Wahl ab. Sie wissen: portierter Kandidat, Zeitungsbericht, Leiche im Keller, Untragbarkeit und Suche eines Ersatzmannes. Allein die Äusserungen zu dieser &#8222;Story&#8220; würden einen eigenen Blog füllen. Ich möchte mich aber kurz halten und gebe stellvertretend nur zwei Zitate wieder, die innerhalb von rund 10 Tagen von der gleichen Person stammen: &#8222;Ein Regierungsposten in Bern ist nie mein Ziel gewesen. Man muss seine Grenzen kennen.&#8220;, &#8222;Das Amt des Bundesrates hat mich immer gereizt. Jetzt habe ich die Chance hier anzutreten.&#8220; Bei solch klaren Worten passt es natürlich hervorragend, dass die zitierte Person gleich von zwei Parteipräsidenten als intelligent beurteilt wird. Falls Sie nun noch mehr von solch skurilen Begebenheiten erfahren möchten, lesen Sie die heutige Sonntagspresse oder &#8211; noch besser &#8211; fragen Sie Ihren Vertreter in Bern persönlich.</p>
<p>Nun, es ist ja nicht einfach verabscheuenswürdig, wenn bei den Parteien und ihren Vertretenden gewisse Machtgelüste ausmachbar sind. Es kann reizvoll sein, an den Hebeln der Macht zu sitzen und niemand gibt gerne etwas von dem ab, was er hat. [...Ein Faktum übrigens, das bei Volksabstimmungen, insbesondere wenn es um Revisionen geht, immer wieder zu Tage tritt und also nicht nur bei Politikern anzutreffen ist, sondern auch beim Volk...] Was letztlich hingegen zu verurteilen ist, ist die unverblühmte Art und Weise, diese, gemeinhin nicht als sonderlich wünschenswert angesehenen, Attribute schön zu färben und mit irgendwelchen Floskeln vom Wohle des Landes zu übertünchen. Es geht um Macht und keine Partei möchte aussen vor stehen. Dies könnte man mal so in eine Kamera oder in ein Diktiergerät sagen, auch als Politiker. Die Welt würde darob nicht untergehen, im Gegenteil sie wäre sogar etwas weniger heuchlerisch.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/goldfischmichael.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/goldfischmichael.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/goldfischmichael.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/goldfischmichael.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/goldfischmichael.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/goldfischmichael.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/goldfischmichael.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/goldfischmichael.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/goldfischmichael.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/goldfischmichael.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/goldfischmichael.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/goldfischmichael.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/goldfischmichael.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/goldfischmichael.wordpress.com/482/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=482&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Grünliberaler Herbstsalat mit Pommes</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 21:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine geschätzten Damen und Herren, wir haben gewählt, das Schlamassel für die nächsten vier Jahre ist angerichtet. Ich gestehe, allzu ausführlich war dann meine Berichterstattung über den ganzen Wahlkampf hinweg gesehen doch nicht geworden. Doch nun kommen Sie nochmals in den Genuss, in Form eines kurzen und knappen Rückblickes sowie eines herrlichen Leckerbissens. Bitte sehr: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=477&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine geschätzten Damen und Herren, wir haben gewählt, das Schlamassel für die nächsten vier Jahre ist angerichtet. Ich gestehe, allzu ausführlich war dann meine Berichterstattung über den ganzen Wahlkampf hinweg gesehen doch nicht geworden. Doch nun kommen Sie nochmals in den Genuss, in Form eines kurzen und knappen Rückblickes sowie eines herrlichen Leckerbissens. Bitte sehr:</p>
<p><span id="more-477"></span>Der so im Trend liegende grünliberale Wähler, der seinem Renommee entsprechend mindestens einmal täglich im Zürcher Hauptbahnhof vorbeipendelt, hat es längst bemerkt: Die Wahlen sind vorbei. Anstelle von die ganze Halle durchquerender, in grossen Lettern sich ankündigenden Meldungen über die stossendsten Missstände in der Schweiz wird wieder ganz normal für Produkte gegen Nackenschmerzen geworben. Auch die, welche die revolutionäre gelbe Abspaltung vom rechten Sünneli auf grünem Grund unterstützen, haben gemerkt, dass es vorüber ist &#8211; ab nun ist nicht mehr das Volk gefragt, sondern die Besitzstandwahrung im Bundesrat. Die Leserbriefspalten in den Zeitungen erläutern im Gleichgang mit ihren Pendants in den Portalen im Internet die Umstände und Ursachen für den Wahlausgang, welcher &#8211; seit dem auch die Computer um den Genfersee wieder funktionieren &#8211; hieb- und stichfest daliegt. Darniederliegt? Nein, das würde ich mal nicht behaupten, immerhin sind neue, bisher unbekannte Gesichter ins Parlament geschickt worden. Wie viel sich von diesem Tatendrang dann effektiv im politischen Tagesgeschäft niederschlagen wird, sehen wir ab Arbeitsbeginn in der Wintersession. Aber darniederliegen tun sie ganz bestimmt noch nicht.</p>
<p>Neben den Parteien hat sich ja augenscheinlich unser liebes Staatsfernsehen mächtig ins Zeug gelegt. SF war überall, bei den Wählenden, auf dem Bundesplatz, bei den Wählbaren, in der Stadt, auf dem Land. Kurz, es prägte für uns den Wahlkampf. Die Wahlen selber wollten dann natürlich ebenfalls herausgeputzt präsentiert werden &#8211; ein Studio, 12 Stunden Sendung, viele Leute, eine Fliege. Und ich muss gestehen, viel gelernt zu haben. Wussten Sie zum Beispiel, wie viele Leute es für die Produktion so einer Sendung braucht? Der Wahlsonntag lieferte einen Einblick in diese Welt; zwar nur durch eine weissliche Mattscheibe hindurch, aber immerhin. Ein eindrücklicher Aufmarsch und ebenso eindrückliche Arbeitszeiten&#8230;unsere Gebühren sind also sicher gut eingesetzt. Ein Highlight war der Count-Down zur ersten Hochrechnung um sieben Uhr, ebenso jener um neun Uhr; da wurde einem wieder einmal bewusst, wie lange zwei oder drei Minuten sein können.</p>
<p>Zum Schluss, im Sinne einer Erinnerung an den spannenden Wahlkampf, plagiere ich noch Geschriebenes aus einer Gratiszeitung, irgendwann im August veröffentlicht. Zwei Kandidierende und &#8211; soviel kann ich verraten &#8211; Gewählte lieferten sich folgendes Ping Pong&#8230;eine wahre Bereicherung! Doch lesen Sie selber, was auf die Frage, warum die Wohnungsnot so gross sei, gesagt wurde:</p>
<p>W: Weil die Mieten in den letzten 10 Jahren um 60 Prozent gestiegen sind. Was wir jetzt brauchen, ist mehr öffentlicher Wohnungsbau.</p>
<p>R: Die freie Einwanderung ist das wirkliche Problem. Die vielen ausländischen Arbeitskräfte brauchen Wohnungen, das verknappt den Markt.</p>
<p>W: Das stimmt so natürlich nicht. Von 2002 bis 2006 ging die Einwanderung zurück. Die Mieten explodierten trotzdem. Was wir haben ist eine Abzockerei. Die Leute hier werden ausgenommen von Vermietern.</p>
<p>R: Die totale Überregulierung findet vor allem in linken Städten statt. Und alles wird verschärft durch die freie Einwanderung. Darum muss die Personenfreizügigkeit unbedingt eingeschränkt werden.</p>
<p>W: Absurd! Das Problem hat nichts mit der Einwanderung zu tun Diejenigen, die jetzt kommen, sind solche, die in Zug pauschalbesteuerte Grundstücke kaufen. Diese Reichen verdrängen normalen Familien.</p>
<p>R: Es ist bekannt, dass in der Stadt Zürich linke Politiker städtische Wohnungen haben und so auf Kosten der Steuerzahler leben. Was wir brauchen ist die Förderung des Wohnungsbaus. Damit sich auch junge Menschen eine eigene Wohnung leisten können.</p>
<p>W: Nein, wir haben zu wenig Inflation aufgrund einer kaputten Politik der Nationalbank. Sie fokussiert lediglich auf Preisstabilität. Das ist euer Fehler.</p>
<p>R: Die Zersiedelung muss in der Tat gestoppt werden. Darum müssen wir die Einwanderung stoppen.</p>
<p>W: Immobilien fallen nicht unter das Geldwäschereigesetz, werden nicht kontrolliert. Darum die Spekulation.</p>
<p>R: Wenn es so weitergeht, leben Leute mit mittlerem Einkommen am Ende unter der Brücke.</p>
<p>Ähm  ja, alles klar, noch Fragen geschätzte Lesende? Nicht? Dann auf die nächsten vier Jahre, ich wünsche viel Vergnügen!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/goldfischmichael.wordpress.com/477/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/goldfischmichael.wordpress.com/477/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/goldfischmichael.wordpress.com/477/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/goldfischmichael.wordpress.com/477/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/goldfischmichael.wordpress.com/477/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/goldfischmichael.wordpress.com/477/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/goldfischmichael.wordpress.com/477/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/goldfischmichael.wordpress.com/477/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/goldfischmichael.wordpress.com/477/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/goldfischmichael.wordpress.com/477/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/goldfischmichael.wordpress.com/477/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/goldfischmichael.wordpress.com/477/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/goldfischmichael.wordpress.com/477/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/goldfischmichael.wordpress.com/477/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=477&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Boysetsfire, Menzingers, Punchers Plant</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 20:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Vaudeville]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ist es doch schön, wenn die Jahre ins Land ziehen. So kann man dasitzen und aus dem Nähkästchen plaudern, oder aber daliegen und die Gedanken in die melancholische Vergangenheit gleiten lassen. Was das Ganze mit dem Konzert von Boysetsfire und den Menzingers am Hut hat, erfahren Sie, wenn Sie sich etwas Zeit nehmen und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=464&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ist es doch schön, wenn die Jahre ins Land ziehen. So kann man dasitzen und aus dem Nähkästchen plaudern, oder aber daliegen und die Gedanken in die melancholische Vergangenheit gleiten lassen. Was das Ganze mit dem Konzert von Boysetsfire und den Menzingers am Hut hat, erfahren Sie, wenn Sie sich etwas Zeit nehmen und weiter lesen.</p>
<p><span id="more-464"></span>Nun, der Name zerschmilzt auf der Zunge, meine Gedanken wandern in die Vergangenheit. Damals, vor mittlerweile fast 10 Jahren, als ich sozusagen kurz davor stand, Tween zu werden, sah ich Boysetsfire zum ersten Mal. Und ich muss zugeben, allzu viel sagte mir die Band damals noch nicht. Doch das sollte sich in den kommenden Jahren, mit den nachfolgenden Konzerten, mit den endlos abgespielten Cds, den mühsam auswendig gelernten Texten, ändern. Die Band wuchs mir ans Herz, bedeutete (und bedeutet) viel, musikalisch wie inhaltlich. Dann war plötzlich fertig, die Band verkündete ihre Auflösung &#8211; aus, vorbei. Wie ein Blick in die persönlichen Konzertanalen zeigt, gab die Band in der Schweiz am 16. Mai 2007 ihr bis heute letztes Clubkonzert, womit wir diese ersten unvergesslichen Moment gefunden hätten. Diese Augenblicke, die alles bedeuten, die sich für immer einbrennen, die einen nie mehr loslassen. Nathan Gray machte sich darauf in Europa zwar nicht gerade rar. Mit seinem mehr als respektablen Zwischenprojekt Casting Out war er mehrmals in Europa zugegen. Doch die Band, die er mit seiner charismatischen Stimme so sehr prägte und mit der er die grössten Erfolge feierte, war eben doch nochmals etwas anderes.</p>
<p>So zogen die Jahre ins Land und im Laufe unzähliger anderer Wiedervereinigungen, kündigten auch Boysetsfire die Rückkehr auf die Bühne an. Eine Ankündigung, die das Herz schon mal schneller schlagen liess und die im Endeffekt dazu führte, dass ich mich sogar mal wieder an ein schönes grosses Open-Air begab. Juni 2011, Greenfield Interlaken, Freitagabend, kleine Bühen, strömender Regen &#8211; und Boysetsfire auf der Bühne: herrlich! Und der Hinweis meines langjährigen Begleiters &#8211; auch er war zugegen, damals im Mai 2007 &#8211; sollte alles noch besser werden lassen: ein Clubkonzert in der Nähe im August, wow!</p>
<p>Es kam, wie es im Leben so oft kommt, Zufälle. Meist lerne ich mit den Vorbands gleich eine Reihe neuer Musikstils und -gruppen kennen. Umso mehr freute mich der Support für das Konzert im Vaudeville zu Lindau: The Menzingers, endlich! Denn, Sie erraten es, auch hierzu gibt es eine dieser schönen Geschichten zu erzählen. Und wie könnte es anders sein &#8211; sie begann ebenfalls im Jahr 2007. Damals fiel mir dieses Album mit dem unsäglichen Namen &#8222;a lesson in the abuse of information technology&#8220; in die Hand und ich war entzückt. So sehr, dass ich in der Dezember Ausgabe des schönen Realrockers, welches es heute in dieser Form leider nicht mehr gibt, vor den Jungs den Hut zog und anerkennend zum ersten Album dankte. Was folgte war eine 7&#8243; namens &#8222;hold on dodge&#8220; sowie das zweite Full-Lenght &#8222;Chamberlain Waits&#8220;; unnötig zu sagen, dass alles top Material ist. Und wer noch nicht überzeugt ist, schaut mal <a href="http://www.punknews.org/article/42554" target="_blank">hier</a> vorbei. Seit einigen Monaten gehören sie zur Epitaph-Familie und vielleicht sind sie nun deswegen auch endlich bei uns zu sehen.</p>
<p>Zuletzt erinnert mich auch die Fahrt zum Konzert an die vielen Stunden, verbracht in Zügen, Bussen und Autos. Immer mit dem Ziel, diese oder jene Band zu sehen und immer verbunden mit Geschichten, die Erinnerungen werden, die Gedanken kreisen lassen, die manchmal unvergesslich werden. So auch heute, bei schönstem Wetter bis zum Bodensee, ein halbes Mal rundum und schon stehen wir vor dem Club. Bald schon legen <a href="http://www.myspace.com/punchersplant" target="_blank">Punchers Plant</a> los; eine Kapelle aus München, die zügigen melodiösen Punk an der Grenze zum Hardcore zum besten gibt. Eine junge Band denkt man, als eine junge Band stellen sie sich vor &#8211; abgesehen vom einen Gitarristen &#8211; und im Nachhinein ist man dann eher überrascht, dass die Gruppe doch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Nicht dass die Musik schlecht ist, aber die Bühnenpräsenz des Sängers lässt eben nicht gerade darauf schliessen, dass sie schon seit einigen Jahren Konzerte spielen.</p>
<p>Dann folgen die <a href="http://www.myspace.com/themenzingers" target="_blank">Menzingers</a>, das Quartett aus Scranton, Pennsylvania. Die Vorfreude meinerseits war riesig, steigerte sich in den Minuten vor dem Konzert nochmals und wird musikalisch erfüllt, stimmungsmässig eher nicht. Der Sound ist top, Albumqualität sozusagen, und klar, die Melodien vermögen auch live zu überzeugen. Obwohl erster Tag der Europatour und trotz der Anreise am Vortag ist von Müdigkeit nichts zu spüren. Im Gegenteil, die Jungs sprühen nur so vor Energie und Spielfreude, Tom May ist kaum zu halten, Eric Keen am Bass hat auch ohne Mikro seine Freude und Greg Barnett hat einfach eine umwerfende Stimme. Auf der Bühne läuft also alles rund und nur vor der Bühne hat es noch Platz, zündet der Funke nicht ganz, wird eher konzentriert zugehört als abgefeiert. Immerhin, da die Qualitäten der Band unverkennbar sind, stimmt der Applaus. Und da sie erstmals überhaupt in Deutschland spielen, ist die ausbleibende Stimmung wohl auch darauf zurückzuführen. Letztlich wirkt unter diesen Vorzeichen natürlich die grosse Bühne nicht gerade fördernd &#8211; ein kleiner heisser Pub wäre sicherlich verlockender. Nach etwas mehr als 30 Minuten ist die Vorstellung vorbei,  die Glücksgefühle vorerst auch. Zu erfahren ist bei der Band, dass im September Songs für das neue Album aufgenommen werden sollen und dieses dann im Januar 2012 erscheinen sollte. Und äusserst wichtig, Pläne für eine nächste Europatournee bestehen&#8230;im April 2012. In der Zwischenzeit ist das neuste Video der Menzingers zu empfehlen, es sagt alles: <a href="http://www.punknews.org/article/42554" target="_blank">Irish Goodbyes</a>. (Ich weiss, es handelt sich um einen redundanten Link, aber der Song hat es verdient).</p>
<p>Dann ist es an der Zeit für die Herren aus Newark. Schon bevor es dunkel wird, erklingen erste Rufe nach der Band. Die Leute sind etwas enger zusammengerückt, die Stimmung knistert, es kann losgehen, <a href="http://www.boysetsfire.org/" target="_blank">Boysetsfire</a> zurück auf der Clubbühne, ohne Regengüsse und ohne schlammigen Untergrund. Mit &#8222;walk astray&#8220; und &#8222;release the dogs&#8220; startet das Set mit den üblichen Verdächtigen, mit &#8222;cavity&#8220; folgt bereits ein persönlicher Favorit und das erste Frösteln &#8211; herrlich! Aufgestellt sind die Jungs auf jeden Fall, Robert springt ungestüm über die Bühne, Chad lächelt liebevoll bei jedem Song, während Josh&#8217;s Geschrei durch Mark und Bein geht. Und natürlich thront über dem Ganzen Nathan&#8217;s geniale Stimme. Die Lieder ziehen vorbei wie die Erinnerungen an längst vergangene Konzerte. Dass jenes heute bis hierhin noch nicht auf dem Olymp angekommen ist, liegt einerseits sicherlich an den arg hohen Erwartungen, andererseits kann die Band nicht vertuschen, dass sie während der letzten Wochen wohl nicht gerade unendlich geprobt hat &#8211; gemäss Insider-Angaben seien es nur die letzten vier Tage gewesen. Da es sich zudem um den Tournee-Auftakt handelt, gibt es doch immer mal wieder eine längere Pause, technisches Dies und Das muss behoben werden, oder der Mann am Mischpult bringt schon mal einen Sampler zur falschen Zeit &#8211; was ihm im Übrigen später während der Show eine linkische Bemerkung seitens Nathan einträgt. Nicht dass die Musik übermässig darunter leidet. Zwar hinkt hier und da ein Übergang und schimmert dann und wann eine kleine Improvisation durch. Doch insgesamt halte ich es mit Nathan, der auf ungeduldige Äusserungen aus dem Publikum anmerkt, dass gerade dieses Improvisieren unglaublich spannend sei und entsprechend Abwechslung biete. Was durch die Unterbrüche aber nicht möglich ist, ist diese mythische Stimmung, dieses &#8222;alle-zusammen-alles-vergessen&#8220;, das Loslassen und komplette Aufgehen in den Melodien. Doch Boysetsfire wären nicht eine grossartige Band, hätten sie nur ihre starken Songs im Köcher. Es gibt ja da noch dieses Accoustic-Intermezzo, das so unscheinbar beginnt mit Nathan am Mikrofon, begleitet nur von Chad, der sich dafür eine Akustik-Gitarre umhängt. Ein erster Song in die Stille hinaus, ein unbekannter dazu. Erst beim zweiten ist das Publikum wieder dabei, und beim letzten &#8211; &#8222;with every intention&#8220; &#8211; passiert&#8217;s, die Emotionen sind plötzlich da, Gänsehaut, fast schon Tränen ob der Intensität, doch sehen Sie selbst:</p>
<p><object width="450" height="363"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/1EKruUHvq3E?version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/1EKruUHvq3E?version=3" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="363" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Nach solch einem Song ist der Mist natürlich geführt. Nicht nur die Band fühlt sich ab diesen Momenten sicherer, auch das Publikum legt nochmals zu. So vergehen die nächsten Minuten unglaublich schnell, Song an Song, Hit an Hit, ein Circle Pit ergibt sich einfach so, ohne jegliche Aufforderung von der Bühne, sozusagen totale Aufopferung des Publikums. Nett ist natürlich, dass die Band ihre Wurzeln auch heute nicht verleugnet und so kommen neben der frühen Ballade &#8222;in hope&#8220; einige weitere Perlen aus der rohen Anfangszeit der Truppe zum Zug (entschuldigen Sie bitte, dass ich mich nicht mehr genau an die Titel erinnern kann). Gegen Ende des Sets spielen sie wie fast immer die obligaten &#8222;after the eulogy&#8220; und &#8222;rookie&#8220;, die in Sachen Energie von der Band und dem Publikum nochmals alles abverlangen. Und fast wäre es das dann gewesen &#8211; fast. Denn wenn man sich als Band schon zu einer Reunion entschliesst, kann man ja auch die ehemaligen Prinzipien von wegen Zugaben gleich Rockstar-Bullshit fallen lassen; sozusagen als logische Folge des Reifungsprozesses&#8230;oder so ähnlich. Jedenfalls gibt es am heutigen Abend noch eine Zugabe und erst nach &#8222;handful of redemption&#8220; ist definitiv Schluss. Ein herrliches Konzert, ein grosses Dankeschön!</p>
<p>Was für unsere kleine Gruppe dann noch bleibt, sind Erinnerungen, sich lösen von der Stätte, sich noch ein T-Shirt oder ein Getränk zulegen, dann dem Tankstellenshop und dem Durchfahr-Restaurant um die Ecke einen Besuch abstatten und schliesslich die Heimfahrt durch stille Dörfer, über leere Strassen&#8230;so wie damals, Sie wissen, vor vielen Jahren, als der Spuk begann&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/goldfischmichael.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/goldfischmichael.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/goldfischmichael.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/goldfischmichael.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/goldfischmichael.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/goldfischmichael.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/goldfischmichael.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/goldfischmichael.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/goldfischmichael.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/goldfischmichael.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/goldfischmichael.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/goldfischmichael.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/goldfischmichael.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/goldfischmichael.wordpress.com/464/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=464&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Xamax &#8211; oder ein weiterer Leckerbissen aus der Welt des Sports</title>
		<link>http://goldfischmichael.wordpress.com/2011/08/01/xamax-oder-ein-weiterer-leckerbissen-aus-der-welt-des-sports/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 12:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[Mäzenatentum]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Super League]]></category>

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		<description><![CDATA[Publik wurde das Engagement des Tschetschenen schon vor einigen Monaten. Mitte Mai wurde die Stabübergabe dann offzialisiert: Neuer Eigentümer von Xamax ist seither Bulat Tschagajew. Und nachdem die ersten Wochen noch verhältnismässig ruhig verliefen &#8211; zumindest gegen aussen, hat seit dem Saisonbeginn der Super Leaugue 20011/12 ein für hiesige Umstände unglaubliches Feuerwerk stattgefunden. Neu ist [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=447&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Publik wurde das Engagement des Tschetschenen schon vor einigen Monaten. Mitte Mai wurde die Stabübergabe dann offzialisiert: Neuer Eigentümer von Xamax ist seither Bulat Tschagajew. Und nachdem die ersten Wochen noch verhältnismässig ruhig verliefen &#8211; zumindest gegen aussen, hat seit dem Saisonbeginn der Super Leaugue 20011/12 ein für hiesige Umstände unglaubliches Feuerwerk stattgefunden.</p>
<p><span id="more-447"></span></p>
<p>Neu ist er ja nicht in der Schweiz. Schon 1987 liess er sich ein erstes Mal hier blicken. Damals noch als Metallverkäufer in Zug mit Wohnsitz in Genf. Mittlerweile haben sich allem Anschein nach seine Vorlieben geändert, der Fussball steht jetzt im Mittelpunkt. Und trotz der verhältnismässig langen Bekanntschaft mit der Schweiz hängt Herr T. weiter stark an seiner Heimat. So erklärt sich wohl auch die Aufführung tschetschenischer Volkstänze in der Pause des ersten Heimspiels.</p>
<p>Fragt man den Herrn T., warum er sich im Schweizer Fussball bei Xamax engagieren möchte, führt er an, den Club aus Liebe zum Fussball gekauft zu haben. Wie viel Geld er dafür benötigt habe, wisse er nicht mehr, man solle doch die Verkäufer fragen. Dann führt er noch folgenden Vergleich an: Wenn er Brot kaufen wolle und keinen Franken im Sack habe, sei es teuer. Aber wenn er die Mittel dazu habe, würde er das Brot zu jedem Preis kaufen, vor allem wenn er Hunger habe. Darum interessieren wir uns nicht mehr weiter um die Höhe seiner Auslagen, sondern gehen weiter, denn erzählt hat noch viel verheissungsvolleres.</p>
<p>So meinte er zum Vorwurf der Geldwäscherei: &#8222;Ich verstehe den Unterschied sauberes und dreckiges Geld nicht. Wenn ich hier im Laden Kleider oder Schuhe kaufe, sagt auch niemand, das Geld sei dreckig, und darum würden sie mir nichts verkaufen. Geld hat keinen Familiennamen, keine Heimat. Geld ist Geld. Wenn es dreckig ist und wenn die Behörden sagen, sie hätten mein Geld nicht nötig, da es dreckig sei, wie können sie das wissen, wenn sie nicht wissen woher es kommt.&#8220; Insbesondere der letzte Satz sagt ja schon viel aus. Der Herr T. scheint sich nichts daraus zu machen, für die Erklärung von Dingen auch mal tautologische Begründungen anzuführen. Ob ihm das schon aufgefallen ist?</p>
<p>Nun, der ohne Scham praktizierte Trainerverbrauch bisher, sowie die &#8211; etwas verwirrenden &#8211; Rochaden im Spielerkader und die Umstellungen auf der Chefetage &#8211; nach der Ankunft und nach zwei Spieltagen &#8211; verheissen noch viel Lustiges für die Öffentlichkeit und viel Ärger für den Fussballverband &#8211; insbesondere auch für den Club selber&#8230;man erinnere sich z.B. an den Herren R. der in G. vor nicht allzu langer Zeit sein Unwesen trieb.</p>
<p>Da sich nun auch die Politik eingeschaltet hat, scheint das Ganze durchaus noch weiterköcheln zu können. Ob die Situation über das Sommerloch hinaus zu reden geben wird, hängt direkt von Herrn T. ab. Mal schauen. Auf alle Fälle hat die Equipe ihm auch für den ersten August kein Freudengeschenk gemacht (3. Niederlage bei weiter null erzielten Toren) &#8211; doch dies braucht er ja auch nicht. Herr T. feiert den tschetschenischen Nationalfeiertag, nicht jenen der Schweiz.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.tsr.ch/video/info/journal-19h30/3124164-football-achat-de-neuchatel-xamax-interview-de-bulat-chagaev-nouveau-proprietaire-de-xamax.html#id=3124164" target="_blank">Fernsehinterview mit Herrn T.</a></li>
<li><a href="http://www.tsr.ch/video/info/journal-continu/3291417-gilbert-gress-commente-la-situation-a-xamax.html" target="_blank">Gilbert G. über Xamax</a></li>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Xamax-hat-wieder-einen-Trainer/story/13304395" target="_blank">Der vierte Trainer von Xamax unter Herrn T.</a></li>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/sport/axpo_super_league/Schweizer-Politiker-beunruhigt-ueber-Xamax/story/15771680" target="_blank">Jetzt kümmert sich die Politik um Herrn T.</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/goldfischmichael.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/goldfischmichael.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/goldfischmichael.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/goldfischmichael.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/goldfischmichael.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/goldfischmichael.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/goldfischmichael.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/goldfischmichael.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/goldfischmichael.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/goldfischmichael.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/goldfischmichael.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/goldfischmichael.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/goldfischmichael.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/goldfischmichael.wordpress.com/447/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=447&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kurzweiliges Sommerloch</title>
		<link>http://goldfischmichael.wordpress.com/2011/07/24/kurzweiliges-sommerloch/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 21:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[nonsense]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerloch]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerne fülle ich Ihnen ein wenig das viel diskutierte Sommerloch. Erstens kann ich mich so wenigstens mal wieder zu Worte melden. Und zweitens können Sie auch auf diesem Kanal mitverfolgen, wie aus dem Nichts doch etwas entstehen kann. Das wird Sie nicht weiterbringen, aber erstaunlich ist es immer wieder, wie viel sich über wenig schreiben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=450&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerne fülle ich Ihnen ein wenig das viel diskutierte Sommerloch. Erstens kann ich mich so wenigstens mal wieder zu Worte melden. Und zweitens können Sie auch auf diesem Kanal mitverfolgen, wie aus dem Nichts doch etwas entstehen kann. Das wird Sie nicht weiterbringen, aber erstaunlich ist es immer wieder, wie viel sich über wenig schreiben lässt.</p>
<p><span id="more-450"></span></p>
<ul>
<li>Am frühen Sonntagmorgen, dieser auch ausserhalb der Ferienzeit nicht sonderlich belebten Tageszeit, kann man zuweilen die Vorzüge des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz am eigenen Leib erfahren. Diese Vorzüge präsentieren sich einem so oppulent, dass man sich schon zu fragen beginnt, ob das überhaupt noch Sinn macht. Oder besser gesagt, ob uns diese Vorzüge wirklich so viel bedeuten, dass wir sie finanzieren wollen. Denn wie man als Fahrgast auch ohne Fachkenntnisse unschwer feststellt, lässt sich der Transport einer Person in einem ganzen Bus nicht allein durch das sich im Sack ebendieser Person befindende Ticket bezahlen. Kurz, wenn Sie mal wieder das Gefühl haben möchten, von den Leistungen des Staates zu profitieren, müssen Sie nicht unbedingt übermässig Leistungen unseres Gesundheitssystems nachfragen oder Lohnbestandteile vor dem Fiskus verstecken. Fahren Sie einfach zu früher Stunde am Sonntag Bus oder Zug.</li>
</ul>
<ul>
<li>Es klagen alle über das Wetter, zu kalt, zu nass, kurz so überhaupt nicht der Jahreszeit entsprechend. Nun, ich erinnere mich zurück an den diesjährigen Frühling, wo es eigentlich schon einmal Sommer war. Sie erinnern sich? Das war die Zeit als Regen eine komplette Fehlanzeige war, als die Bauern sich Sorgen machten über ausbleibende Ernten, als sich Experten über die Auswirkungen der Trockenheit auf die Grundwasserspiegel äusserten. Und richtig, das ist noch nicht so lange her&#8230;und trotzdem beschleicht mich aktuell das Gefühl, dass es dem Mensch nie recht ist, dass er immer etwas findet, woran er sich auslassen, worüber er sich ärgern kann. Zumindest wird dieses Gefühl aktiv bestärkt, wenn man sich dieser Tage die Mühe macht und sich ausgiebig unsere hochwertigen privaten Radiosender zu Gemüte führt. Nicht dass ich in den letzten Jahren viel von diesen Stationen gehalten hätte. Aber dass die Moderatoren und Moderatorinnen es wirklich für nötig halten, die vereinte Hörerschaft alle zehn Minuten mit dem aktuellen Wetter zu konfrontieren, zu klagen, zu lästern und sich der Spur nach ironisch zu geben, zeugt nicht gerade von umwerfender Sendequalität.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ach, Wahljahr ist ja auch noch. Und eigentlich würde ich ja gerne noch die eine oder andere Anekdote servieren, genüsslich die Fauxpas degustieren und zum Dessert genüsslich im farbigen Politsalat herumstochern. Doch so einfach machten es einem die Politiktreibenden in letzter Zeit nicht; oder aber ich habe alles schon wieder vergessen, was dann allerdings nicht eben für den Gehalt der Aktionen sprechen würde. Nun gut, einige Häppchen lassen sich schon präsentieren: Frau Calmy-Rey zieht frisch gestylt in den Wahlkampf, Herr Blocher scheint sich doch langsam mit seinem Alter abzufinden und baut familieninternen Nachwuchs auf, die SVP im Kanton Aargau streitet noch immer und Herr Giezendanner erreicht wundersame Umfragewerte. Hier kann man noch anmerken, dass die Umfrage wohl stark beeinflusst war vom Baby-Bonus der Ständeratskandidatin Bruderer, die sich just den Wahlkampf mit einer Schwangerschaft zu versüssen versucht. Ansonsten scheinen sich alle einig zu sein, dass die Schweiz, entschuldigen Sie, der Franken überwertet ist und dass der Sommer bald ein unterdurchschnittlicher sein wird. Und &#8211; letzte Woche aufgeschnappt &#8211; es gibt sie doch, die Themen, die Rechte und Linke einen, zumindest einzelne Politiker. Auf <a href="http://911untersuchen.ch" target="_blank">&#8222;911 untersuchen&#8220;</a>, einer Website, die aufruft, die Ereignisse an besagtem Datum genauer und unabhängiger unter die Lupe zu nehmen, hat neben den Nationalräten von Graffenried und Müller auch Anian Liebrand, seines Zeichen Präsident der Jungen SVP Kanton Luzern, unterzeichnet. Schön, dass es doch noch gemeinsame Nenner zwischen den politischen Polen gibt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Sie wollen noch mehr? Da muss ich leider enttäuschen, aber ich bin sicher Sie werden ihr Sommerloch füllen können. Und falls Ihnen wirklich nichts in den Sinn kommen sollte, gebe ich Ihnen gerne folgende kleine Frage mit auf den Weg: Wären Sie für ein paar 10&#8217;000 Franken auch auf den Spruch &#8222;World Class. Swiss Made&#8220; gekommen?</li>
</ul>
<p>Falls ja, dürfen Sie sich gerne beim Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Dienstabteilung Stadtentwicklung (oder beim Kanton Zürich, oder bei Zürich Tourismus), melden. Schon bald werden dort die Arbeiten für den nächsten markigen Spruch für die Vermarktung von Zürich beginnen&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/goldfischmichael.wordpress.com/450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/goldfischmichael.wordpress.com/450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/goldfischmichael.wordpress.com/450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/goldfischmichael.wordpress.com/450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/goldfischmichael.wordpress.com/450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/goldfischmichael.wordpress.com/450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/goldfischmichael.wordpress.com/450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/goldfischmichael.wordpress.com/450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/goldfischmichael.wordpress.com/450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/goldfischmichael.wordpress.com/450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/goldfischmichael.wordpress.com/450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/goldfischmichael.wordpress.com/450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/goldfischmichael.wordpress.com/450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/goldfischmichael.wordpress.com/450/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=450&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Favez &#8211; En Garde!</title>
		<link>http://goldfischmichael.wordpress.com/2011/04/17/favez-en-garde/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 22:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man die Aufwärmrunden dazu zählt, wird Favez dieses Jahr volljährig. Und ausgewachsen tönt auch das zehnte Studioalbum der Romands aus Lausanne. Obwohl, welches der Vorgänger war das nicht? Denn die Stärke der Jungs liegt sicher auch in der bestechenden Konstanz in Sachen Qualität und Hitdichte. Bald einmal summt man mit, die Hymnen verlaufen sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=432&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://goldfischmichael.files.wordpress.com/2011/04/favez_en-garde.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-433" title="Favez - En Garde!" src="http://goldfischmichael.files.wordpress.com/2011/04/favez_en-garde.jpg?w=450" alt=""   /></a>Wenn man die Aufwärmrunden dazu zählt, wird Favez dieses Jahr volljährig. Und ausgewachsen tönt auch das zehnte Studioalbum der Romands aus Lausanne. Obwohl, welches der Vorgänger war das nicht? Denn die Stärke der Jungs liegt sicher auch in der bestechenden Konstanz in Sachen Qualität und Hitdichte. Bald einmal summt man mit, die Hymnen verlaufen sich schnell in den Gehörgängen und schon hat man die Band ins Herz geschlossen. Letzte Woche bot sich mir endlich die Chance, die Songs vom neuen Album live mitzuverfolgen. Und das Konzert im Kammgarn zu Schaffhausen war denn Grund genug, mich zu bemühen, die folgenden Zeilen hinzukriegen.</p>
<p><span id="more-432"></span></p>
<p>En Garde!, ein augenzwinkender Verweis auf die frühere Weltsprache, wie Chris kürzlich in einem Interview &#8211; notabene auf Englisch &#8211; erzählte (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=jGzJlJUwfTY" target="_blank">guckst du hier</a>), ist ein weiteres logisches Album für Favez, das auf wunderbare Art und Weise die vielen ruhigen Phasen von &#8222;Bigger Mountains Higher Flags&#8220; ebenso aufnimmt wie die rockigen Songs von &#8222;Old and Strong in the Modern Times&#8220; und zu einem abwechlsungsreichen Reigen zusammenfügt. Etwa &#8222;Sister Rose&#8220;, ein Song mit Hitparadenpotenzial, der im Refrain durchaus rockig unterlegt ist und mit einer an Schönheit nicht zu toppenden Melodie besticht. Aber auch &#8222;On&#8220; ist Abbild des rockig-melodiösen Songwritings mit umwerfendem Hitpotential. &#8222;The Kids&#8220; interpretiere ich mal als poppig-punkige Persiflage heutiger Jugendlichen, die auf Bands mit Tiernamen stehen und am liebsten alles gratis hätten. Der Auftakt des Albums ist mit &#8222;Tearing Down The Highway&#8220; auffällig ähnlich wie auf dem Vorgänger und entpuppt sich des Weiteren als typischer Favez-Song. Der Refrain von &#8222;Just Like the Old Days&#8220; zählt dann wieder zur Kategorie der mehr als berührenden Melodien. Als Abschluss serviert Favez ein regelrechtes Opus, das mit Piano und Chris&#8217;s zerbrechlicher und beklemmender Stimme anfängt und sich über sechs Minuten langsam aufbäumt, dann aber ohne erwarteten Ausbruch eher abrupt abbricht und so kein Ausrufzeichen an den Schluss des Albums setzt sondern im Gegenteil den Hörer, seine Gedanken und Gefühle unbeantwortet zurücklässt&#8230;</p>
<p>Kurz,  es ist schon beachtlich mit welch&#8217; ausserordentlichem Händchen für Rock, Epos und Melodie die Herren beim Songwriting agieren und wie viele Hymnen sie über die Jahre schon erschaffen haben. Ein Fakt, der mir beim Durchhören der alten Sachen für dieses Review wieder auffällt. Die Zeit ist zwar auch an Favez nicht ohne Spuren vorbeigezogen; so sind beispielsweise die Haare von Chris Wicky mittlerweile mit starkem Graueinschlag durchzogen. Und doch &#8211; beim Durchhören von En Garde! findet man sich schnell wieder in dieser zwischen leichter Melancholie und überzeugter Rockmentalität wechselnder Stimmung, die einen schon vor 10 Jahren beim Anhören von &#8222;Gentlemen Start Your Engines&#8220; in wahre Verzückung versetzte.</p>
<p>Und dass Favez &#8211; wie eigentlich jede Rockband, die wirklich etwas auf sich hält &#8211; weiterhin eine grossartige Liveband ist, hat sie eben mit den Weekendshows in der ganzen Schweiz wieder bewiesen. Dem Eindruck nach wieder mit mehr Bewegung und weiterhin unkaputtbarer Spielfreude bietet Favez auf der Bühne den mitsingenden und auf Wolke sieben schwebenden Fans mit dem ihnen eigenen welschen Charme, den Seitenhieben von Chris gegen die Bandmitglieder &#8211; hier hat mittlerweile Yvan le Chef den Platz des während langer Zeit aufs Korn genommenen Guy Borel eingenommen &#8211; sowie den stets mit spitzen Texten versehenen Improvisationseinlagen vom Kopf der Band weiter alles, was es für ein gelungenes Konzert braucht. Wie schon bei den letzten beiden Albem wird die Instrumentalisierung auf dem Album mit Orgel und Piano komplettiert und neu auch live überzeugender umgesetzt als auch schon. Hier hat man, so scheint es, den Kompromis gefunden, diese im Vergleich zu Gitarren und Schlagzeug eher feinen und ruhigen Instrumente auch bei den aufgedrehteren Songs wohl dosiert einzusetzen und ihnen den benötigten Raum zu lassen, damit sie der Zuhörende wahrnehmen kann. Ein Favez-Konzert verlässt man also weiterhin mit einem wohligen Gefühl im Bauch und beim Hinausschlendern leise hoffend, solche Konzerte würden in Zukunft ewig andauern.</p>
<p>Für die Sammler biete En Garde! schliesslich auch die Möglichkeit, sich anstelle des normalen Albums die limitierte Version mit drei Scheiben zuzulegen. Ein Kauf, der wärmstens empfohlen werden kann, denn:</p>
<p>Erstens findet sich eine mit 18 Songs (u.a. &#8222;Emmanuel Hall&#8220;, der live leider im aktuellen Set nicht dabei ist, &#8222;Looking For Action&#8220;, &#8222;It&#8217;s Always Ten to Ten&#8220;, &#8222;Someday All This Will Be Mine&#8220;) bestückte Best of der letzten zehn Jahre darunter. Neben den persönlichen Highlights erlaubt einem dies, die Lieblingsstücke der Band zu ergründen. Und zudem hat man dadurch die optimale Scheibe mit dabei, wenn mal fremde Stuben beschallt werden möchten.</p>
<p>Zweitens gibt&#8217;s als Zückerchen noch B-Sides und weitere Stücke, 20 an der Zahl!, dazu. Mit &#8222;I Hate This Town&#8220; beginnt die Scheibe denn auch mit einem unglaublichen Song, der &#8211; man fragt sich weshalb &#8211; auf dem 2005er-Album keinen Platz mehr hatte, dafür aber im aktuellen Live-Set Unterschlupf findet. &#8222;Ace Of Spades&#8220; ist die Ode von Favez an ihre Vorbilder, zumindest jene von Yvan le Chef, wie man in Schaffhausen erfahren konnte. Nicht alle Songs dieser Cd können zwar restlos überzeugen. Aber sie stellen doch ein nettes Augenzwinkern der Band dar, die sich auch getraut Songs aus den Anfangstagen nochmals zu veröffentlichen. Und mit den beiden Songs über Christophe ihren Lichtmann leuchtet klar und liebenswürdig die unverkennbare Ironie der Band durch.</p>
<p>Nun denn, wie gesagt: Zugreifen! Und Konzerte besuchen, im April und Mai in Deutschland, im Sommer an einigen Open Airs und sicherlich auch wieder im Herbst auf den kleineren Bühnen in der Schweiz.</p>
<p><a title="Favez" href="http://www.favez.com/" target="_blank">Favez Homepage</a></p>
<p><a href="http://www.myspace.com/favez" target="_blank">Myspace</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/goldfischmichael.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/goldfischmichael.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/goldfischmichael.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/goldfischmichael.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/goldfischmichael.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/goldfischmichael.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/goldfischmichael.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/goldfischmichael.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/goldfischmichael.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/goldfischmichael.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/goldfischmichael.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/goldfischmichael.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/goldfischmichael.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/goldfischmichael.wordpress.com/432/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=432&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Crazy Arm &#8211; Born to Ruin</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 20:32:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine wirklichen Neuigkeiten an dieser Stelle. Aber ich bin diese Woche mal wieder über dieses Album gestolpert und wenig später noch über diesen Text. Und da die Musik schlicht zu überzeugen weiss, erlaube ich mir das vor rund 10 Monaten bereits an anderer Stelle veröffentlichte Review hier nochmals  zu posten. Nicht immer stimmt die Klasse [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=223&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://goldfischmichael.files.wordpress.com/2011/04/crazy-arm_born-to-ruin.jpg"><img class="size-full wp-image-425 alignright" title="Crazy Arm - Born to Ruin" src="http://goldfischmichael.files.wordpress.com/2011/04/crazy-arm_born-to-ruin.jpg?w=450" alt=""   /></a>Keine wirklichen Neuigkeiten an dieser Stelle. Aber ich bin diese Woche mal wieder über dieses Album gestolpert und wenig später noch über diesen Text. Und da die Musik schlicht zu überzeugen weiss, erlaube ich mir das vor rund 10 Monaten bereits an anderer Stelle veröffentlichte Review hier nochmals  zu posten.</p>
<p><span id="more-223"></span></p>
<p>Nicht immer stimmt die Klasse von Supportbands mit derjenigen der Hauptacts überein &#8211; oft ist dem Zuhörenden schnell klar, warum es sich bei den Auftretenden nur um Beigemüse handelt. Letzthin war das wieder einmal ganz anders: Dass Frank Turner es versteht, talentierte Musiker mitzubringen hat er schon letztes Jahr in der Hafenkneipe mit den Herren Jakko und Jay (<a title="Jaakko &amp; Jay" href="http://www.myspace.com/jaakkonjay">Jaakko &amp; Jay</a>) bewiesen. Auch dieses Jahr &#8211; nun schon im wesentlich grösseren Exil auftretend &#8211; brachte er alles andere als Anfänger mit: Die vier Herren von Crazy Arm legten mit voller Kraft los, es war eine wahre Freude ihnen bei der Arbeit zu zusehen: volle Energie, musikalische Leidenschaft, unglaublich druckvolle Musik und bald strömender Schweiss. Nicht wenige der Zuschauenden standen mit offenen Augen und Ohren da, ins Staunen versetzt ob des unerwarteten Gewitters, das da vorbeizog.</p>
<p>Und so möchte ich an dieser Stelle einige Worte über das Debüt der Engländer (Devon, Plymouth) verlieren, das bis heute grosse Freude zu bereiten weiss. &#8222;Born to Ruin (Xtra Mile Recordings, 2009) ist für die seit 2006 bestehende Formation nach einigen Single-Veröffentlichungen der erste Longplayer, und der lässt sich hören! Denn die erwähnten Live-Qualitäten haben sie erfolgreich auf Cd zu brennen vermocht.</p>
<p>Die Musik von Crazy Arm ist nicht einfach einzuordnen. Liegen ihre Wurzeln sicherlich  im Punk, mit einigen Hardcore-Einflüssen, spielen sie auch gekonnt mit bluesigen und rockigen Melodieläufen, die gekonnt Spannungen aufbauen, um danach wieder in schnellen Punk  auszubrechen. Ebenso finden sich viele Einflüsse aus Country und Folk, welche die Band äusserst prominent und dominierend einsetzt und damit die Musik sehr  abwechslungsreich zu gestalten weiss. Die Melodien in den Refrains sind gelungen,  prägen sich schnell in den Gehörgängen ein und verleihen den Songs ihre  Wiedererkennbarkeit. Bald schon summt man als Hörer mit. Bezeichnend dafür der Titel &#8222;Broken by the Wheel&#8220;, der mit viel bluesigen Gitarrenläufen, einer flotten Rhythmik und feinem Gesang über die Strophen dahinzieht, ehe der klagende Refrain den Song ausbrechen lässt und ihm den einprägsamen Charakter verleiht. Eigentlich ein typischer Punksong über das einengende Leben in einer kleinbürgerlichen Stadt, der mit den angesprochenen Gitarrenverzierungen das Konzept von Crazy Arm gut wiederspiegelt. &#8222;International Front&#8220; zeigt, dass der Sänger auch bei ruhigeren Passagen zu überzeugen weiss; ein textlich anklagender den Krieg verurteilenden Song, dessen Überraschungsmoment in der Steigerung ganz am Schluss zu suchen ist. Die sehr einfühlsam erste Strophe von &#8222;Christ in Concrete&#8220; zeigt abschliessend eine weitere Stilnote, eher der Song sich wieder auf aus den ersten Titeln bekannten Wegen begibt. Diese Wege sind denn auch einziger kleiner Abstrich am Album: Ab und an würde es nicht schaden, wenn die Band sich durchringen könnte, ihre Freude am Schaffen von langen  sich aber ähnelnden Songstrukturen etwas zurückzustellen und einen Song auch mal nach 2  Minuten zu beenden.</p>
<p>Letztlich sind auch die Texte überdurchschnittlich. Schöne Bilder beschreibend und überlegt formuliert liegen sie weit weg von einfachem Parolengedresche. Als Zuhörender resp. Lesender fällt der Tiefgang der Lieder schnell auf, der ausserdem unterstrichen wird durch kurze Erläuterungen zu den Songs im Booklet. Dass Crazy Arm über die musikalische Arbeit hinausreichende Absichten hat und Ansichten vertritt, machen die unzähligen Links zu Themen wie Menschenrechten, Nachhaltigkeit oder Fair-Trade klar.</p>
<p>&#8222;Born to Ruin&#8220; ist ein sehr starkes Album, das frischen, mit neuen Stilnoten versehenen Punk bietet und allen empfohlen sei, die auf eigenständige und ehrliche Musik in diesem Genre stehen. Seit März 2010 ist das Album nun auch auf dem europäischen Festland über Gunner Records erhältlich.</p>
<p><a title="Crazy Arm" href="http://www.myspace.com/crazyarm">www.myspace.com/crazyarm</a></p>
<p>Erstveröffentlichung Review (9.6.2010): <a href="http://www.realrocker.net/post/Crazy-Arm-Born-to-Ruin.aspx">Realrocker</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/goldfischmichael.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/goldfischmichael.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/goldfischmichael.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/goldfischmichael.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/goldfischmichael.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/goldfischmichael.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/goldfischmichael.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/goldfischmichael.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/goldfischmichael.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/goldfischmichael.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/goldfischmichael.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/goldfischmichael.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/goldfischmichael.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/goldfischmichael.wordpress.com/223/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=223&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Von fahrenden Zügen</title>
		<link>http://goldfischmichael.wordpress.com/2011/04/03/von-fahrenden-zugen/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 20:13:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun, was vor knapp zwei Monaten an dieser Stelle diskutiert worden ist, hat es mittlerweile bis in unser staatliches Fernsehen geschafft (Arena vom 1.4.2011), so viel vorab zum Thema fahrende Züge. Doch eigentlich möchte ich die Auswirkungen der Ereignisse in Japan auf die Politik in der Schweiz kurz thematisieren. Es bietet sich hier die Möglichkeit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=412&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, was vor knapp zwei Monaten an dieser Stelle diskutiert worden ist, hat es mittlerweile bis in unser staatliches Fernsehen geschafft (<a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=3d029263-f6db-45b0-a5de-4cc8862ba799">Arena vom 1.4.2011</a>), so viel vorab zum Thema fahrende Züge. Doch eigentlich möchte ich die Auswirkungen der Ereignisse in Japan auf die Politik in der Schweiz kurz thematisieren. Es bietet sich hier die Möglichkeit zu lernen, wie auf fahrende Züge aufzuspringen ist. Zwar muss in Deutschland noch etwas schneller gerannt werden, um den Zug noch aufzuholen und aufspringen zu können. Aber auch die Schweiz bietet genügend Anschauungsunterricht.</p>
<p><span id="more-412"></span></p>
<p>&#8222;Jede Stimme für die Grünen ist eine Stimme gegen AKW.&#8220; Dieser Slogan wurde, man muss fast sagen zum Leidwesen der meisten anderen Parteien, schon im Januar dieses Jahres geäussert. Zwar stellte er zu diesem Zeitpunkt keine revolutionäre Tat dar. Im Gegenteil, man ist sich von dieser Partei nichts anderes gewohnt, gründet sie doch in der Anti-AKW-Bewegung der 60er- und 70er-Jahre. Von fahrendem Zug kann noch keine Rede sein.</p>
<p>Mitte März ereignete sich dann das äusserst starke Erdbeben vor der Ostküste Japans mit dem darauffolgenden Tsunami und den bekannten Auswirkungen für das Kernkraftwerk in Fukushima-Daiichi&#8230;und der Zug begann zu rollen.</p>
<p>Zuerst streiteten sich SP und Grüne über die Vorherr- und Wortführerschaft beim Ausstieg aus der Kernkraft: Cleantech-Initiative, Ausstiegs-Initiative oder Roadmap für den Ausstieg. Der Zug wurde bereits etwas beschleunigt.</p>
<p>Dann machten sich CVP und FDP Gedanken über die Befindlichkeiten bei Wählenden und Bevölkerung und merkten, dass es wohl wahlstrategisch geschickter sei, eigene frühere Positionen etwas aufzuweichen und zu überdenken. Man möchte den fahrenden Zug ja nicht aus den Augen verlieren.</p>
<p>Beispielhaft verhielt sich die neue Kraft in der Schweiz. Die BDP veröffentlichte kurzerhand ein Positionspapier Energie. Darin steht etwa, dass die Kernkraft wohl nicht nur in der Schweiz sondern weltweit als Option der Energiegewinnung wegfallen werde. Zwar mag man sich ob so ausgeprägtem Orakeltum wundern, doch es zeigt eben auch wunderschön, wie auch diese Partei versucht, den fahrenden Zug zu erwischen.</p>
<p>So vergehen die Tage und Wochen seit dem Beginn des Unglücks in Japan. Und da die Schreckensmeldungen aus Fernost nicht abreissen, hat sich schliesslich auch noch die Schweizerische Volkspartei gezwungen gesehen, sich zu äussern. Zwar lässt die im Vergleich zu den anderen Parteien fast schon unendlich scheinende Zeitspanne erahnen, dass der Entschluss der Partei nicht gerade einfach gefallen sein dürfte. Doch nun lässt sich auch aus dieser Ecke vernehmen: Wir springen auf den fahrenden Zug auf. Bei der Argumentation merkt man dann, wieso der Entscheid so lange auf sich warten liess: Es musste zuerst noch ein Anknüpfungspunkt an die klassischen Themen der Partei gefunden werden. Das ist jetzt endlich geschehen und wir konnten lernen, dass ohne die zugezogenen Ausländer der letzten Jahre Mühleberg bereits hätte abgestellt werden können.</p>
<p>Jaja, wer sagt da noch, in der Politik dauere alles eine kleine Ewigkeit: Ich bin überrascht ob so viel Beweglichkeit der Parteien in der Schweiz und warte gespannt in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit der Zug bis zu den Wahlen weiterfahren wird. Denn es ist erst anfangs April, ein schöner Frühling sowie ein heisser Sommer stehen uns noch bevor.</p>
<p>Zum Schluss &#8211; zwar etwas schräg in der Landschaft dieses Textes stehend aber der Vollständigkeit halber &#8211; noch die verbleibenden Parolen der Parteien für die Wahlen im Oktober:</p>
<ul>
<li>xyz &#8211; Für alle statt für wenige</li>
<li>xyz &#8211; Natürlich ****liberal.</li>
<li>xyz &#8211; Echt ***. Echt stark.</li>
</ul>
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		<title>Ein weiterer Blick in die schon etwas weniger weite Zukunft</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 21:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldfischmichael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Sicher, Sie erinnern sich. Damals als diese eine Partei &#8211; jene, die es besonders gut mit dem Volk zu haben scheint &#8211; durch die Veröffentlichung ihrer Parole den Wahlkampf etwas verfrüht startete und ich mich gezwungen sah, einige Zeilen zu verfassen. Und ja, damals schwang bereits etwas die Hoffnung mit, dass die anderen Parteien &#8211; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=goldfischmichael.wordpress.com&amp;blog=3117705&amp;post=402&amp;subd=goldfischmichael&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher, Sie erinnern sich. Damals als diese eine Partei &#8211; jene, die es besonders gut mit dem Volk zu haben scheint &#8211; durch die Veröffentlichung ihrer Parole den Wahlkampf etwas verfrüht startete und ich mich gezwungen sah, einige Zeilen zu verfassen. Und ja, damals schwang bereits etwas die Hoffnung mit, dass die anderen Parteien &#8211; wie gewöhnlich nur reagierend &#8211; nachlegen würden und uns so einen langen und mit viel wohlwollendem Wortgeplänkel gesäumten Urnengang im Oktober ermöglichen werden. Nun, diese Hoffnung wird ganz bestimmt in Erfüllung gehen.</p>
<p><span id="more-402"></span>Gut, alle Parteien haben sich noch nicht zu ihren Parolen für die herbstlichen Wahlen geäussert, nicht bei allen ist der Link &#8222;Wahlen 2011&#8243; schon aufgeschaltet und allzu viel Inhaltliches ist nicht überall auffindbar. Doch neben der erwähnten Volkspartei haben immerhin schon zwei weitere Bundesratsparteien ihre Parolen geklärt und veröffentlicht. Einerseits wird einem da erklärt, für was nun dieser Anfangsbuchstaben genau steht, andererseits wird ganz unverblühmt darauf hingewiesen, dass man neue Kraft sei und wohl deshalb besonders &#8222;wahlwürdig&#8220;.</p>
<p>Erfolg.Land.Partei&#8230;wahrlich knapp, fast schon kryptisch gibt sich jene Partei, die sich nicht mehr nur in der Horizontalen zwischen Links und Rechts eingeordnet sieht sondern sich auch der vertikalen Dimension verpflichtet. Typisch Wischiwaschi mögen da jene wenigen, noch nicht dem Verrat der Schweiz verfallenen Politiker meinen; typisch politisch fällt mir dazu ein. Denn was nun diese Oben-Unten-Dimension genau bedeutet, wird natürlich nicht weiter erklärt, wäre ja auch viel zu kompliziert. Oder übernimmt man da etwa bereits das Credo der Volkspartei, die sich mit dem Anprangern der &#8222;classe politique&#8220; ja ebenfalls vertikal einordnet. Und zwar als jene da unten, die denen da oben alles vorhalten können, da man selber ja vorgibt, nicht Teil davon zu sein.</p>
<p>Nun, zumindest was die Parolen betrifft haben sich die beiden Parteien schon fast getroffen. Nach dem ziemlich absolutistischen &#8222;Schweizer wählen SVP&#8220; folgte letzte Woche bei der Präsentation der Kampagne der Slogan &#8222;zufriedene Schweizerinnen und Schweizer wählen CVP&#8220;. Das ist zwar nicht eben viel phantasievoller, aber immerhin politisch korrekter und nicht ganz so umfassend gemeint. Immerhin bleibt einem da noch der Ausweg unzufrieden zu sein.</p>
<p>Nach einem eingehenden In-Sich-Gehen kann uns die Partei ausserdem endlich (abschliessend?) erklären, für was sie ein &#8222;C&#8220; im Namen trägt: Achtung des Menschen, Eigenverantwortung und Förderung des Gemeinwohls. Das tönt zwar alles akzeptabel, zusätzlich haftet dem Ganzen aber der Geschmack des Willkürlichen an. Man könnte sich noch so manch Weiteres hinzudenken und -dichten. Der interessierte Lesende findet dann im Anhang des Papiers weitere Antworten auf Fragen wie das nun mit der Bedeutung der Bibel sei und wie sie es mit nichtchristlichen Religionsgemeinschaften hätten. Das ist nett und zuweilen durchaus konsistent gemacht, doch werde ich den Eindruck nicht los, dass man sich hier vor allem Mühe gibt, neue Wählerschaften zu erschliessen und vom konservativen Mief des Katholischen abzukommen.</p>
<p>Man darf sich dann natürlich fragen, ob dies heutzutage überhaupt nötig ist. Denn konservatives, werterhaltendes und vor allem patriotisches Gedankengut scheint an Terrain zu gewinnen in diesem Lande. Und als Politiker springt man ja gern auf fahrende Züge auf, denn das scheint meist sehr Erfolg versprechend zu sein und braucht nur halb so viel Energie wie eigene, neue Ideen zu lancieren. Und so sehen sich nicht weniger als vier von fünf Regierungsparteien in der Rolle der Heimatliebenden, der wahren Schweizer sozusagen.</p>
<p>Damit Sie sich bei dieser unglaublichen Vielfalt nun überhaupt noch entscheiden können, welcher Partei Sie letztlich ihre Stimme geben möchten, finden Sie folgend die Parolen aufgeführt &#8211; selbstverständlich in anonymisierter Form. Das Ganze funktioniert ganz einfach: Sie lesen die Auswahl durch, Sie entscheiden sich für den sympathischsten Slogan, Sie melden mir Ihre Wahl und ich gebe Ihnen daraufhin bekannt, welcher Partei Sie im Herbst nun Ihre Stimme geben können. Viel Spass!</p>
<ul>
<li>xyz &#8211; die neue Heimat.</li>
<li>xyz &#8211; Die Partei für die Schweiz,</li>
<li>Erfolgreiche Schweiz &#8211; nur mit uns! Keine Schweiz ohne uns!</li>
<li>xyz &#8211; Aus Liebe zur Schweiz &#8211; mit Mut und Verstand.</li>
</ul>
<p>&#8230;ein Schelm, wer sich bei dieser Auswahl Sorgen um die Zukunft der Schweiz macht&#8230;</p>
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